Spät in der Nacht näherte sich unser Flugzeug dem ''Manas'' Flughafen. In der Dunkelheit, als wir durch die Wolken kamen, konnte man einige Siedlungen am Boden schemenhaft erkennen. Nach der Landung brauchten wir eine Stunde, um in der Schlange bei der Immigration zu warten, unser Gepäck abzuholen und den Zoll zu passieren. Nun sitzen wir im Auto und sind auf dem Weg nach Bischkek. Am Straßenrand grüßt ein Schild die Besucher: ''Kosh Kelenizder'', ''Herzlich Willkommen''.

Wir sind in Kirgisistan angekommen und unsere Reise beginnt...

''Kosh Kelenizder'', das ist der Begriff, der dem Besucher dieses Landes auf Schritt und Tritt begegnen wird. ''Herzlich Willkommen'' heißt es für jeden, der mit dem Auto, zu Pferd oder zu Fuß durch das Land fährt und zu einem Jurtencamp kommt.

Die Kirgisen haben jahrhundertelang ein nomadisches Leben geführt. Sie haben ihre Zelte aus Filz und Holz in den Hochtälern oder an den Ufern der abgelegenen Seen aufgeschlagen, um ihr Vieh zu weiden und den Sommer zu verbringen. Noch immer freuen sich die Menschen, wenn Besucher kommen und aus der Ferne berichten, abends am Feuer Tee trinken (und manchmal Wodka). Diese Tradition hat sich bis heute erhalten.

Natürlich hat der Tourismus begonnen, auch in diesem kleinen Land, dessen Namen die meisten nicht zu buchstabieren wissen - ja nicht einmal wissen, wo es liegt. Aber trotzdem kommen Touristen ins Land und die Menschen beginnen, von den Einnahmen zu leben, die die Gäste aus der Ferne mitbringen. Doch ihre Gastfreundschaft haben die Kirgisen nicht vergessen.

Ich war immer froh, nicht in einem schicken Hotel zu übernachten, sondern auf einer einfachen Matte in einer Jurte - dem kirgisischen Zelt - zu schlafen und die Natur um mich herum zu atmen und in mich aufzunehmen. Ich habe wunderbare Menschen getroffen, gute Erinnerungen und einige Fotos von meinen Reisen behalten.

An dieser Stelle im Internet möchte ich über meine Erfahrungen schreiben und alle einladen, an den Erinnerungen an Kirgisistan teilzuhaben. Wenn Sie diese Seite lesen, werden Sie vielleicht den Wunsch verspüren, Kirgisistan auch zu besuchen. Ich lade Sie ein und teile gerne meine Erfahrungen mit Ihnen.

Ihr Wolfgang Keller